Wirtschafts-Prognose 8/2017 – Unternehmen zufrieden, Verbraucher froh

Wirtschafts-Prognose 8/2017 – Unternehmen zufrieden, Verbraucher froh


Nach längerer Rekordjagd in der Industrie gibt es im August einen kleinen Dämpfer. Doch die Deutschen bleiben optimistisch.

Es war vor allem der Handel, der die Ergebnisse verhagelte, wenngleich in der Gesamtschau nur ein winziges Minus verblieb: Der ifo Geschäftsklimaindex ging im August von zuletzt 116,0 auf 115,9 Punkte zurück. Die Großhändler waren mit den Tagesgeschäften deutlich unzufriedener als noch im Vormonat und wurden bei dieser Einschätzung vom Einzelhandel noch übertroffen. Doch während dort auch die Zukunftsprognosen nach unten angepasst wurden, erhofft man sich im Großhandel zumindest in den kommenden Monaten wachsende Umsätze. Beim verarbeitenden Gewerbe legte das ifo Institut in diesem Monat einen besonderen Fokus auf die Automobilwirtschaft und konstatiert, dass die Dieseldebatte dort bislang keine spürbaren Effekte hinterlassen hat. Allerdings gilt das nicht branchenweit. Denn vor allem der Kfz-Einzelhandel ist verantwortlich für die eingangs erwähnten Rückgänge. Weiterhin auf Rekordkurs: die Bauwirtschaft. Hier ziehen sowohl die Bewertungen des Tagesgeschäfts als auch die Einschätzung der Auftragslage weiter an.

Die deutschen Verbraucher haben hingegen in Sachen Optimismus noch etwas nachgelegt, das GfK-Institut rechnet für den August mit einer Steigerung des Konsumklimas um 0,2 auf 10,8 Punkte. Die befragten Bundesbürger sehen eine auf Hochtouren laufende Wirtschaft und erwarten, dass die heimische Konjunktur im weiteren Jahresverlauf sogar noch weiter an Fahrt aufnimmt. Der diesbezügliche Indikator steigt auf ein neues Dreijahreshoch. Und obwohl die Konsumfreude im Moment etwas gedämpft ist, zeigen die Barometer der Bundesbürger in Bezug auf die Einkommensentwicklung auf ein neues Allzeithoch. Das GfK Institut verweist dennoch auf mögliche negative Einflüsse von Brexit, drohenden Handelsbeschränkungen mit den USA sowie die sich verschlechternden Handelsbeziehungen mit der Türkei, von denen sich die Konsumenten bislang aber unbeeindruckt zeigen.

 

Datenquelle:

ifo Institut (http://www.cesifo-group.de)
GfK SE (http://www.gfk.com)

 

 


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