Wirtschafts-Prognose 6/2017 – Rekordwerte für die Wirtschaft

Wirtschafts-Prognose 6/2017 – Rekordwerte für die Wirtschaft


 Sowohl Gewerbetreibende als auch die Verbraucher sind mit der wirtschaftlichen Lage in Deutschland hochzufrieden.

Nach dem Rekordwert aus dem Vormonat ist der ifo Geschäftsklimaindex im Juni erneut gewachsen und markiert damit wieder einen Höchststand – der aktuelle Index von 115,1 Punkten wurde noch nie erreicht. Die exzellenten Werte gelten branchenübergreifend. Im verarbeitenden Gewerbe ist die aktuelle Geschäftssituation auf hohem Niveau etabliert, die Aussichten für künftige Aufträge leicht gestiegen. Die befragten Unternehmen berichten außerdem von einer gestiegenen Nachfrage und sowie von Planungen, die Produktionskapazitäten auszubauen. Im Großhandel erreicht der Geschäftsklimaindex den höchsten Wert seit Dezember 2010. Grund dafür ist die aktuelle Geschäftslage, die ein Rekordniveau erreicht hat, die Planzahlen wurden leicht nach oben korrigiert. Der Einzelhandel meldet ebenfalls glänzende Geschäfte und gestiegene Erwartungen an den künftigen Geschäftsverlauf. Einzig in der erfolgsverwöhnten Baubranche wurden sowohl Geschäftsverlauf als auch -prognose auf sehr hohem Niveau leicht nach unten korrigiert. Die bestehende gute Auftragslage wird voraussichtlich zu steigenden Preisen für Bauleistungen führen.

Auch die Konsumentenbefragung durch die GfK zeigt ein gut gelauntes Deutschland. Der Konsumklimaindex steigt um 0,2 Zähler auf 10,6 Punkte. Ein Rekord wird auch hier vermeldet: Die Einkommenserwartung (60,2 Punkte, +1,7) erreicht das höchste Niveau seit der deutschen Wiedervereinigung. Grund dafür sind die ausgezeichneten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt, was sich mit den Daten der Bundesagentur für Arbeit deckt. Diese hatte im Mai mit 2,5 Millionen registrierten Arbeitslosen den niedrigsten Wert seit 26 Jahren gemeldet. Durch die guten Einkommenswerte steigt auch die Anschaffungsneigung der Deutschen weiter. Die geringe Angst vor einem Arbeitsplatzverlust trägt zur Planungssicherheit bei, das weiterhin niedrige Zinsniveau lässt das Sparen gegenüber dem Konsum nur mäßig attraktiv erscheinen. Das GfK Institut bestätigt seine Prognose einer Steigerung der privaten Konsumausgaben in Höhe von 1,5 Prozent für das laufende Jahr.

 

Datenquelle:

ifo Institut (http://www.cesifo-group.de)
GfK SE (http://www.gfk.com)

 

 


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