Wirtschafts-Prognose 4/2017 – Gute Eckdaten für die Konjunktur

Wirtschafts-Prognose 4/2017 – Gute Eckdaten für die Konjunktur


Im April sind sich Wirtschaft und Verbraucher einig: Es geht voran. Die Indizes steigen zum Teil deutlich.

Bei der Befragung deutscher Unternehmen bekam das ifo Institut erneut verbesserte Werte gemeldet. Der Geschäftsklimaindex stieg im April von 112,4 auf 112,9 Punkte. Das liegt in erster Linie an einer hervorragenden Auftragslage, die von den Unternehmen einhellig als positiv beurteilt wurde. Lediglich der Zukunftsoptimismus zeigt sich leicht gedämpft. So zum Beispiel im Verarbeitenden Gewerbe, wo bei der Geschäftserwartung im Vormonat ein starker Anstieg zu verzeichnen war, der im April leicht zurückgenommen wurde. Dafür stieg die Zufriedenheit mit dem Tagesgeschäft. Vor allem Betriebe der Elektrotechnik berichten von sehr guten Geschäften. Die Kapazitätsauslastung der Betriebe liegt mit 86 Prozent unverändert über dem Langfrist-Mittel von 83,6 Prozent. Zufriedene Gesichter auch im Handel. Großhändler melden den besten Wert im Tagesgeschäft seit 26 Jahren, der Einzelhandel erreicht hier einen Zweijahres-Bestwert und vermutet auch erhebliche Steigerungsraten in der Zukunft.

Wie schon im Vormonat steigt bei der Bauwirtschaft die Bewertung der Auftragslage auf ein neues Allzeithoch seit der Wiedervereinigung, die Erwartungen bleiben hoch optimistisch. Die zuletzt etwas skeptischen Verbraucher zeigen sich im April ähnlich gut gelaunt. Die GfK Konsumklimastudie meldet in der Mai-Prognose einen deutlichen Anstieg des Konsumklimas von 9,8 auf 10,2 Punkte. Das liegt an einer umfassenden Steigerung bei allen Eckdaten. Die deutschen Verbraucher sehen die heimische Wirtschaft auf einem guten Weg und schicken den Indikator der Konjunkturerwartung mit einem Plus von 12,4 auf 30,5 Punkte, den höchsten Wert seit Mai 2015. Getragen wird dieser Optimismus von einer sehr guten Beschäftigungslage, die sich nach den Prognosen vieler Experten noch weiter verbessern wird. Die geringere Inflationsrate führt zu einem Schub bei der Einkommenserwartung. Im März sank die Teuerungsrate auf 1,6 Prozent, im Februar lag dieser Wert noch bei 2,2 Prozent. Analog zu dieser positiven Einstellung der befragten Bürger legte die Anschaffungsneigung leicht zu, Arbeitssicherheit führt dabei unter anderem dazu, größere und zum Teil kreditfinanzierte Anschaffungen zu wagen.

Datenquelle:

ifo Institut (http://www.cesifo-group.de)
GfK SE (http://www.gfk.com)

 

 


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