Segment-Entwicklung 8/2017 – SchwackeBlickpunkt: Cabrios

Segment-Entwicklung 8/2017 – SchwackeBlickpunkt: Cabrios


Auch wenn der Sommer in diesem Jahr durchaus ansprechende Temperaturen bot, bleiben Cabrios ein Nischenprodukt. Jedoch eines mit unterschiedlichen Vorzeichen beim Werterhalt.

Noch mehr als ein Sportwagen dient ein Cabrio vor allem dem Fahrgenuss, während der Praxis- und Alltagsnutzen im Lastenheft ganz hinten angeordnet wird. Dabei sind die modernen Modelle weit von den Stoffdachvarianten entfernt, die noch vor 20 Jahren angeboten wurden. Viel verwindungssteifere Karosserien, ganzjahrestaugliche Dachkonstruktionen und autobahntauglicher Geräuschkomfort können durchaus dazu führen, ein Cabrio auch als Erst- und Alltagsauto einzusetzen. Doch in der Praxis sind die Fahrzeuge zumeist nur saisonal unterwegs und werden als gepflegter Zweitwagen gehalten.

 

 

Dabei ist Cabrio natürlich nicht Cabrio, denn auf die Basis kommt es an. In der Schwacke-Untersuchung der Restwertentwicklung traten dabei vom kompakten The Beetle über die gediegene Mercedes E-Klasse bis zum sportlichen Muskelprotz Ford Mustang eine große Bandbreite an Kandidaten an, die eine ebenso große Varianz bei den zu erwartenden Restwerten aufweisen. Offensichtlich ist es in diesem speziellen, von Liebhabern der Fahrzeuggattung dominierten Markt weniger wichtig, wie lange ein Modell bereits auf dem Markt oder wie leistungsstark sein Antrieb ist. Ein gutes Beispiel ist der zweitplatzierte und bereits seit 2013 gebaute BMW 4er,  der dem nagelneuen E-Klasse-Cabrio beim Werterhalt voraus sein wird. Ebenso rangiert der seit fünf Jahren verfügbare VW The Beetle vor dem relativ neuen und bei den Sportwagen durchaus verkaufsstarken Ford Mustang.

 

 


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