Segment-Entwicklung 5/2017 – SchwackeBlickpunkt: Obere Mittelklasse

Segment-Entwicklung 5/2017 – SchwackeBlickpunkt: Obere Mittelklasse


Die obere Mittelklasse ist fest in Händen der deutschen Premiumhersteller. Und dennoch gibt es große Unterschiede

Hier zählt das Prestige: In der oberen Mittelklasse sind die Deutschen fast unter sich. Zwar haben Marken wie Lexus oder Infiniti auf dem Weltmarkt in diesem Segment längst mehr als nur Achtungserfolge erzielt, doch bekommen sie hierzulande vom lukrativen Kuchen nur wenig ab. Dabei ist das Segment generell nicht groß, gerade einmal 42.000 Fahrzeuge wurden in den ersten vier Monaten des Jahres auf die Straße gebracht. Die einzigen ausländischen Modelle, die sich trotzig gegen das Dreigestirn aus Audi, BMW und Mercedes stellen, sind Volvo mit der 90er-Baureihe und Jaguar mit dem XF. Klarer Stückzahlen-Platzhirsch in der oberen Mittelklasse ist und bleibt die E-Klasse von Mercedes, und das nicht nur wegen der vielen Taxis und Dienstwagen.

Segmententwicklung: 05_2017_Obere Mittelklasse

Die E-Klasse ist traditionell auch ein beliebtes Modell, um sich „etwas zu gönnen“, fast 30 Prozent der Neuzulassungen entfallen auf Privatkäufer. Ein Spitzenwert in diesem Segment. Das lässt sich auch in den aktuellen Restwerten und der von Schwacke analysierten Restwertentwicklung ablesen, wo die E-Klasse den zweiten Platz einnimmt. Eine junge, gut erhaltene E-Klasse ist gefragt beim Publikum. Den besten künftigen Wertverlauf errechneten die Datenexperten jedoch für den BMW 5er, der erst im Februar in seiner aktuellen Baureihe auf den Markt kam. Volvo und Jaguar hingegen spüren den Exoten-Malus auch beim Wiederverkauf. Das sollte beim Neuerwerb kalkuliert werden. Andererseits sind Jaguar XF und Volvo V/S90 für Käufer dadurch eine verhältnismäßig günstige Möglichkeit, ein hochklassiges Gebraucht-Automobil zu erwerben.


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