Segment-Entwicklung 03/2018 – SchwackeBlickpunkt: Mittelklasse

Segment-Entwicklung 03/2018 – SchwackeBlickpunkt: Mittelklasse


Einst war sie die Einstiegskategorie für die Premiumhersteller, heute ist die Mittelklasse vielfältig besetzt. Doch die Wertentwicklung ist eher unterdurchschnittlich.

 

Für die verhältnismäßig wenigen Privatkäufer (nur etwa jeder fünfte Neuwagenkäufer ist ein privater Endkunde) ist ein neuer BMW 3er oder eine neue Mercedes C-Klasse oft die Krönung in der persönlichen Autofahrer-Biografie, für Dienstwagen-Berechtigte nicht selten der hoffnungsvolle Einstieg zu höheren Weihen. Doch in der Mittelklasse sind im Gegensatz zu früheren Zeiten nicht mehr nur hauptsächlich die deutschen Anbieter vertreten, auch Importeure haben sich längst als Alternative in diesem Segment durchgesetzt. Dabei ist die Mittelklasse in Sachen Fahrzeuggröße alles andere als homogen, Modelle wie der Opel Insignia oder der Skoda Superb ragen mit ihren jeweils rund 4,9 Meter langen Kombi-Varianten schon ein bisschen in die nächsthöhere Klasse.

Dass ausgerechnet die beiden letztgenannten Modelle in der Schwacke Restwertprognose die besten Zukunftsaussichten haben, überrascht auf den ersten Blick, ist aber mit der jeweils recht jungen Fahrzeuggeneration zumindest teilweise erklärbar. Die eher schwachen 50,4 Prozent Restwert-Durchschnitt für einen drei Jahre alten Mittelklassewagen, bezogen auf das gesamte Segment, entstehen auch zu einem gewissen Teil unter dem Einfluss der aktuellen Diesel-Debatte. Neben dem deutlich über Marktdurchschnitt performenden Skoda Superb fällt der BMW 3er auf. Obwohl das bewertete Modell (F30/31) bereits seit 2011 produziert wird, kann es die jüngeren Edelkollegen A4 und C-Klasse beim Restwert in die Schranken weisen. Am Ende der Tabelle findet sich der Ford Mondeo, mehr als vier Prozentpunkte unterhalb des Segment-Durchschnitts.

 


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