Segment-Entwicklung 02/2018 – SchwackeBlickpunkt: Untere Mittelklasse

Segment-Entwicklung 02/2018 – SchwackeBlickpunkt: Untere Mittelklasse


Die untere Mittelklasse, im Volksmund auch als „Kompakt-“ oder „Golf-Klasse“ bekannt, motorisiert Millionen. Doch die Wertentwicklung unterscheidet sich stark.

 

Gerade erst hat Mercedes mit der in Kürze neu erscheinenden A-Klasse unter Beweis gestellt, wieviel Musik in diesem Segment ist. Während die halbe Welt nach SUV in allen Größenordnungen verlangt, bringen die Stuttgarter einen mit bemerkenswerter Technik ausgerüsteten Kompaktklässler neu auf den Markt, an dem sich der Wettbewerb künftig messen muss. Trotz rückläufiger Neuzulassungen in der unteren Mittelklasse beweist dies, wie bedeutend dieses Segment auch weiterhin für die Autohersteller ist.

In der Schwacke Restwertprognose zur künftigen Wertentwicklung spielt dieser Neuzugang noch keine Rolle, doch auch die aktuelle A-Klasse kann sich mit dem zweiten Rang bei dem zu erwartenden Restwert gut in Szene setzen.

 

Auf Rang eins wird jedoch deutlich, warum dieses Segment auch aus Restwertsicht „Golf-Klasse“ genannt wird. Trotz seines weit fortgeschrittenen Produktzyklus wird der 2012 erstmals vorgestellte VW Golf VII als Fließheck künftig den geringsten prozentualen Wertverlust einfahren und die untersuchten Mitbewerber zum Teil sehr deutlich abhängen. Interessant ist dies auch im Hinblick auf den Konzernbaukasten, denn die auf vergleichbarer Technik basierenden Modelle performen schlechter. Auffällig in der Prognose ist das gute Abschneiden des Hyundai i30, der sich mit der A-Klasse Platz Zwei teilt. Hier spielt allerdings auch mit hinein, dass der in Tschechien gebaute Koreaner in 2017 in der neuen Modellgeneration debütierte. Für zusätzlichen Image-Schub sorgt derzeit der besonders sportliche GTI-Rivale i30 N. Obwohl sechs der zehn untersuchten Modelle zum Teil deutlich über dem 50-Prozent-Level landen, drücken besonders die drei Kompakten von Ford, Opel und Renault den Schnitt.

 

 


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