Restwert-Entwicklung und Standzeiten 12/2017 – Kältestarre auf dem Gebrauchtmarkt

Restwert-Entwicklung und Standzeiten 12/2017 – Kältestarre auf dem Gebrauchtmarkt


Zum Winterbeginn gehen nicht nur die Temperaturen auf Talfahrt, auch die Restwerte zeigen eine fallende Tendenz und die Standtage steigen.

 

Mit dem abermals abnehmenden Durchschnitts-Restwert auf dem Gebrauchtwagenmarkt darf nun durchaus von einem Trend gesprochen werden. Der aktuelle Schnitt von 56,5 Prozent für den Gesamtmarkt ist allerdings in der Langfrist-Betrachtung immer noch auf eher hohem Niveau.

Neben den gewohnt wertstabilen SUV sind die großen Vans das einzige Segment, in dem sich nach wie vor Restwerte jenseits 60 Prozent erzielen lassen. Die Großraumlimousinen führen auch den Restwertentwicklungs-Index an. Allerdings spielt hier auch eine Erneuerung der Modelle eine gewichtige Rolle: Da es sich bei den Großraumlimousinen um eine ohnehin nicht besonders umfangreiche Modellpalette handelt, wirkt sich eine Erneuerung umso stärker aus. Im Zweijahres-Rückblick legten sie um 4,9 Prozentpunkte zu, erreichten damit binnen 24 Monaten eine Restwertsteigerung um fast neun Prozent. Ein Spitzenwert, wie die Sportwagen auf Platz zwei zeigen, bei denen der Restwertanstieg lediglich 5,7 Prozent beträgt. Negativ entwickelt haben sich neben oberer Mittelklasse und Oberklasse auch die kleinen SUV, die allerdings im Vergleich zu den beiden Erstgenannten nach wie vor mit 59,3 Prozent Restwert vergleichsweise gut aufgestellt sind.

 

 

Standtage im Überblick

Trübe Zeiten auch bei den Standtagen. Diese gehen im aktuellen Berichtsmonat abermals um einen auf 104 Tage nach oben. Gegenüber dem Vormonat haben mit einer Ausnahme alle Fahrzeugsegmente zugelegt, und das zum Teil deutlich. Diese Ausnahme sind die Sportwagen, bei denen – unter anderem bedingt durch das vergleichsweise geringe Handelsvolumen – die Ausschläge generell etwas weiter pendeln als der Marktdurchschnitt. Sie verbessern sich gegenüber dem letzten Beobachtungsmonat um vier auf jetzt 128 Standtage und vergrößern damit den Abstand zu den am längsten parkenden Fahrzeugen aus der Oberklasse. Diese legen um einen auf jetzt 137 Tage zu und stehen damit einsam am Schluss der Tabelle. Die Kleinwagen, nach wie vor einzige Klasse mit unter hundert Standtagen, nähern sich inzwischen mit 96 Tagen auch dieser symbolischen Grenze. Weiter schlug das Pendel noch bei den Geländewagen und den großen SUV aus, die binnen eines Monats jeweils um gleich drei Tage an Verweildauer zulegten. In den restlichen Segmenten stiegen die Standtage um jeweils einen Tag.

 

 

 


Ähnliche Artikel