Restwert-Entwicklung und Standzeiten 10/2017 – Gebremst in den Spätherbst

Restwert-Entwicklung und Standzeiten 10/2017 – Gebremst in den Spätherbst


Die beiden Hauptindikatoren im Gebrauchtwagengeschäft lassen eine leichte Verschlechterung erkennen. Die Restwerte gehen zurück, die Standtage steigen.

 

Zum zweiten Mal in Folge gehen die zuletzt stets gestiegenen Gebrauchtwagenwerte zurück. Insgesamt sinkt der Indikator auf einen Durchschnittswert von 56,2 Prozent des ehemaligen Listenneupreises für dreijährige Gebrauchte, Oberklasse-Modelle sinken sogar erstmals seit zwei Jahren wieder unter die 50-Prozent-Marke. Einzig bei den großen Vans und den Luxus-SUV sind steigende Restwerte zu beobachten.

Der vergleichsweise starke Anstieg bei den Großraumlimousinen bringt dieses Fahrzeugsegment auch im Langfristvergleich der Restwertentwicklung an die Tabellenspitze. In den vergangenen zwei Jahren entwickelte sich dieses Segment deutlich stärker als der Durchschnitt, von 55,9 auf 61,1 Prozent – eine Steigerung um 9,3 Prozent. Allerdings spielt hier auch eine Erneuerung der Modelle eine gewichtige Rolle: Da es sich bei den Großraumlimousinen um eine ohnehin nicht besonders umfangreiche Modellpalette handelt, wirkt sich eine Erneuerung umso stärker aus. Mit deutlichem Abstand folgen Sportwagen (+6,8 Prozent) und große SUV (+6,0 Prozent) auf den Rängen zwei und drei. Insgesamt konnten lediglich vier Segmente mindestens so stark wie der Marktdurchschnitt wachsen. Verloren haben dagegen drei Fahrzeugklassen: SUV Small,  Mini- und obere Mittelklasse.

 

 

Standtage im Überblick

Die Tage werden kürzer, die Standzeiten länger: Zum Jahresende steigen die Wartezeiten für Gebrauchtwagenhändler wieder leicht, nachdem im Vormonat noch Verbesserungen zu verzeichnen waren. So liegen die Standtage für den Gesamtmarkt betrachtet aktuell bei 103 Tagen, ein Tag mehr als im Vormonat, drei mehr als im vergangenen Jahr. Dabei sind nicht alle Segmente unter den Verlierern. Große Vans, in diesem Monat auch bei den Restwerten vorne, verbessern sich um einen Tag, bei den Sportwagen beschleunigt sich die Verkaufsdauer sogar um zwei Tage. Überdurchschnittlich verschlechtert hat sich die Lage bei den großen SUV, hier legten die Standtage binnen eines Monats von 105 auf 107 zu. Zweistellig bleibt es in lediglich zwei Segmenten: Kleinwagen lassen sich durchschnittlich binnen 94 Tagen verkaufen, bei den Kompaktvans dauert die Suche nach einem Käufer im Durchschnitt 97 Tage. Alle anderen Fahrzeugklassen liegen bei – zum Teil deutlich – mehr als 100 Tagen.

 

 

 


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