Restwert-Entwicklung und Standzeiten 01/2018 – Trübe Aussichten zum Jahresbeginn

Restwert-Entwicklung und Standzeiten 01/2018 – Trübe Aussichten zum Jahresbeginn


Während der Neuwagenabsatz boomt, hat der Gebrauchtwagenmarkt den Rückwärtsgang eingelegt. Das neue Jahr beginnt mit rückläufigen Werten.

 

Die bis zum Herbst 2017 stets steigenden Restwerte für Gebrauchtwagen kamen im Handel gut an, doch seit Oktober wurde der Rückwärtsgang eingelegt. Dies setzt sich zum neuen Jahr fort, die Zahlen bröckeln auf breiter Front. Drei Ausnahmen – große Vans, Geländewagen und kleine SUV – verzeichnen leicht steigende Preise, ansonsten geht es in allen anderen Segmenten nach unten.

Die weiter steigenden Preise für die großen Vans führen dazu, dass diese Fahrzeugklasse wie bereits im Vormonat die beste Entwicklung im Langfristvergleich aufweist. Allerdings ist das hauptsächlich auf einen Wechsel im Portfolio zurückzuführen: Wegfall von Modellen mit niedrigeren Restwerten, die nicht mehr als Dreijährige verfügbar sind und Zugang von neueren Modellen mit höheren Restwerten, wie z.B. der Mercedes-Benz V-Klasse. Eine rückläufige Preistendenz gab es in den vergangenen 24 Monaten lediglich in drei Segmenten, wobei der Verlust bei Oberklasse-Fahrzeugen am deutlichsten ausfällt. Mit einem Minus von zwei Prozent markieren die Luxuslimousinen nicht nur das Tabellenende der Wertentwicklung, hier ist auch generell der geringste Restwert zu erzielen. Nur 49,2 Prozent des ehemaligen Listenpreises erreichen Dreijährige noch im Schnitt.

 

 

 

Standtage im Überblick

Analog zum Rückgang der Restwerte entwickeln sich die Standtage weiterhin negativ. Dabei gab es innerhalb eines Monats sogar einen Sprung um gleich zwei Tage für den Marktdurchschnitt. Am stärksten getroffen hat es in diesem Berichtsmonat die großen SUV, welche sich um gleich drei auf nun 113 Standtage verschlechterten. Gleichfalls um drei auf jetzt 109 Tage hinauf ging es für Modelle aus der Kompaktklasse. Die Diesel-Diskussion könnte mit eine Rolle spielen, speziell bei den großen SUV beherrscht der Selbstzünder den Gebrauchtwagenmarkt. Die traditionell zu einem größeren Anteil von Benzinmotoren angetriebenen Sportwagen stiegen in der Käufergunst, verbesserten sich um gleich vier auf 124 Tage. Dass es inzwischen auch schwieriger wird, für preisgünstige Pkw möglichst schnell einen Käufer zu finden, verdeutlichen die Kleinwagen. Das einzige Segment mit Händler-Wartezeiten von unter 100 Tagen nähert sich dieser magischen Marke unaufhaltsam an.

 

 

 


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