Schwacke Newcomer Dezember 2017

Schwacke Newcomer Dezember 2017


Neue Modelle im Forecast – BMW mit neuem Volumenmodell – Drei technisch anspruchsvolle Nischensegmente neu besetzt

Im Dezember haben wir wieder für eine Reihe von interessanten Fahrzeugneuerscheinungen die ersten Restwertprognosen in unsere Datenbank aufgenommen:

  • Audi A8
  • BMW X3
  • Kia Stinger
  • Nissan Leaf

 

BMW erneuert mit dem Volumenmodell X3 eines seiner wichtigsten SUV-Derivate und setzt wie schon beim 5er vor allem auf dezente optische Evolution und technische Aufrüstung im Innern.

Kia lanciert ein Modell, das vor nicht allzu langer Zeit wohl kaum jemand von der in Deutschland ein wenig im Schatten der großen Schwester agierenden Marke erwartet hat, den Sportwagen Stinger. Ein echter Hingucker und Imageträger, der auch gebraucht vermutlich sehr begehrt sein wird.

Bei Nissan stand die Nachfolge des weltweit meist verkauften Elektrofahrzeugs Leaf an, das mit höherer Kapazität, Reichweite und Leistung die noch überschaubaren wechselwilligen Käuferschichten locken soll. Diese Eigenschaften werden allerdings nicht nur den wenigen aktuellen Wettbewerbern das Leben schwer machen, sondern wohl auch den technisch in die Jahre gekommenen gebrauchten Vorgängermodellen.

Der Audi A8 wiederum bereichert als Neuzugang eine Klasse, die für viele immer noch „Flaggschiff“-Funktion für das Image einer Marke hat. Dominiert wird das Segment zu mehr als 90% von den drei deutschen Premium-Marken. Verbaut wird in der Regel alles was einerseits luxuriös und andererseits technisch möglich ist und nimmt Trends vorweg, die in anderen Segmenten zeitversetzt als Option oder Standard Einzug halten. Aktuell sind das vor allem smarte Elemente aus den Bereichen Connectivity und Assistenzsysteme. Da hat der neue A8 ordentlich vorgelegt und wird versuchen, damit den Volumenvorsprung der beiden Hauptkonkurrenten aufzuholen.

Für preisbewusste Käufer ist dies zudem ein besonders attraktives Gebrauchtwagen-Segment. Ist hier doch der Wertverlust in den ersten Jahren verhältnismäßig stark. Wer also darauf verzichten kann, „High Level Early Adopter“ zu sein und die Krone der automobilen Schöpfung gleich zur Markteinführung zu besitzen, bekommt nach beispielsweise 36 Monaten zum Preis eines gut ausgestatten Oberklasse-Neuwagens technische und handwerkliche Perfektion sowie Innovation, maximalen Komfort und reichlich Prestige.

Mittlerweile ist hier sogar Bewegung in ein Thema gekommen, das früher von deutschen Premiumherstellern eher auf einem Minimum gehalten wurde, die Garantie. Audi spendiert seinen A8 Kunden ein zusätzliches Jahr, BMWs Konzept heißt 2+1 und beide kommen damit endlich auf ein Niveau, das für viele andere bereits seit langem Standard ist. Nur Mercedes beharrt weiter auf 2 Jahren. Alternative Antriebe sind bei den klassischen Limousinen – neu wie gebraucht – zwar noch keine nennenswerte Erscheinung, aber zunehmend werden innovative große SUVs, wie bereits in anderen Segmenten, dieser Fahrzeugklasse – auch als Hybrid und elektrisch betrieben – Kunden streitig machen.

Aber, wer kann sich schon Staatsoberhäupter oder Minister elegant aus einem SUV aussteigend vorstellen…

 


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