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Die Traditionsmarke Opel befindet sich in unruhigem Fahrwasser. Managementwechsel, Absatzprobleme und Überkapazität stellen die Marke vor Herausforderungen.
Die momentane Situation bei Opel stellt Marke und Mitarbeiter auf eine Bewährungsprobe. Mit einem abermaligen Führungswechsel an der Spitze und einem Komplettumbau des mittleren Managements soll die Marke nun wieder auf Erfolgskurs gebracht werden. Im Neufahrzeug-Markt hat Opel wie auch andere Wettbewerber mit der derzeitigen Kaufzurückhaltung in Gesamteuropa zu kämpfen, die vor allem kleine und mittlere Baureihen betrifft. Das ist auch auf dem deutschen Markt zu beobachten, wo Opel im ersten Halbjahr 2012 einen Absatzrückgang von 9,3 Prozent hinnehmen musste und damit auf gleichem Niveau verliert wie die ähnlich aufgestellten Wettbewerber Fiat und Peugeot.
Auf dem Gebrauchtwagen-Markt ist Opel dagegen eine echte Größe. Mit über 430.000 Besitzumschreibungen im ersten Halbjahr 2012 und einem Marktanteil von 12 Prozent liegen die Rüsselsheimer direkt hinter VW auf dem zweiten Rang. Bei den Restwerten rangieren die analysierten Modelle unterhalb des Marktdurchschnitts. Gleiches gilt auch für die Schwacke-Restwertprognose, wo lediglich drei Baureihen, allen voran das aktuelle Modell des Astra, über 50 Prozent liegen. Entgegen des üblichen Markttrends ist das aktuelle Kompakt-SUV von Opel, der Antara, nicht der Restwertkönig im Angebot. Bei den Standtagen bietet sich ein sehr unterschiedliches Bild. Während der Insignia eine schwache Nachfrage verzeichnet, verkauft sich besonders der kleine Familienvan Meriva in Rekordzeit, die aktuelle Generation konnte die Standtage mehr als halbieren.