Total Cost of Ownership – der neue Restwert

In den Zeiten von Wirtschaftskrisen und leerer Kassen wird bekanntlich genauer auf die Kosten geschaut. Hierbei macht das Automobil leider keine Ausnahme.

Dies zeigt das aktuell stark angestiegene, öffentliche Interesse an dem Thema „Total Cost of Ownership“ (TCO) aller Hersteller. Es hat sich herumgesprochen, dass ein günstiger Kaufpreis alleine nur die halbe Wahrheit ist und noch kein gutes Geschäft ausmacht. So laufen während eines Autolebens noch viele andere Kosten wie Kraftstoff, Service, Verschleiß und Versicherung auf. Der größte Posten ist jedoch der Wertverlust, welcher sich als Differenz zwischen Kaufpreis und Wiederverkaufswert errechnet. Bei einem Neuwagen kann der Wertverlust bis zu 50% der gesamten TCO über die Laufzeit ausmachen.

Die TCO sind also nicht nur für gewerbliche Flottenbetreiber wichtige Kenngrößen, auf denen reale Kaufentscheidungen basieren, sondern mittlerweile auch für Privatkunden relevant. Dies zeigt die steigende Anzahl an Flatrate-Angeboten auf dem Markt, welche dem Käufer Kostensicherheit vermitteln sollen. „Wir sind davon überzeugt, dass die Bedeutung der TCO in Zukunft weiter wachsen wird. Intern sprechen wir bereits vom neuen Restwert. Hersteller sind gut beraten, wenn sie die TCO ihrer Modelle regelmäßig mit denen des relevanten Wettbewerbs vergleichen und konkrete Maßnahmen ergreifen um ihre TCO zu optimieren.“ so Daniel Breves, Geschäftsführer von Schwacke. „Dabei nützt es nichts die TCO nur einmal zu erfassen. Nur wenn TCO bei einem Hersteller als konstante Aufgabe mit hoher Priorität angesehen wird, wird dieser auch zukünftig in den TCO-Rankings die oberen Plätze belegen und erfolgreich am Markt agieren.“ so Breves weiter.

Weil die dafür notwendige Kostentransparenz für den Einzelnen nur unter sehr hohem Aufwand ermittelbar ist, haben wir von Schwacke CarCostExpert entwickelt: Ein onlinebasiertes TCO-Kalkulations- und Simulationstool. Derzeit sind wir auf dem Markt als einziger Anbieter in der Lage die TCO von 450 aktuellen Modellen in 7 Ländern aus einer Hand abzubilden. CarCostExpert liefert auf dem Markt anerkannte Referenzwerte, die einen Wettbewerbsvergleich mit hoher Datentiefe zulassen. Auch zukünftige Modelle können simuliert werden.

Um Ihnen einen ersten Eindruck zu vermitteln, möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf zwei aktuelle Presseveröffentlichungen lenken:

  • Autobild, Heft 17 (Freitag, 26. April 2013): „Betriebskosten – 100 Autos im Vergleich – das zahlen Sie wirklich!“
  • Flottenmanagement, Heft 2 (April / Mai 2013): „Der TCO-Report – Vollkostenvergleich im A- und B-Segment.“*

* Der erste Teil einer Serie, welche wir zukünftig auf weitere Segmente ausbauen werden. Der jüngste TCO-Report ist kostenlos als Download unter www.flotte.de verfügbar.

Bei Fragen zu CarCostExpert steht Ihnen Herr Rudolf Pröger (Produkt-Manager, TCO) gerne zur Verfügung:

Telefon: +49 (0) 6181 / 405 – 155
E-Mail: rudolf.proeger@eurotaxglass.com

Schätzung der erforderlichen Mietwagenkosten nach SchwackeListe

Das Landgericht Bayreuth sieht den SchwackeListe Automietpreisspiegel als geeignete Schätzgrundlage auf Basis der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes an – so in dem Urteil 12 S 86/12 vom 24.10.2012.

Das Landgericht bleibt bei seiner Rechtsprechung, dass die erforderlichen Mietwagenkosten auf der Grundlage der SchwackeListe geschätzt werden können.

Auch die von der Beklagtenseite vorgelegten Screenshots seien nicht verwertbar, um die SchwackeListe zu erschüttern. Diese über das Internet ausgedruckten Buchungsprozesse waren nicht geeignet, die konkrete Anmietsituation widerzuspiegeln, da den Angeboten nicht zu entnehmen war, ob eine Vorbuchungsfrist erforderlich ist, in welchem Umfang eine Kaskoversicherung enthalten ist, inwieweit Nebenkosten berücksichtigt sind und ob vergleichbare Mietbedingungen vorlagen. Ebenso fehlten aussagekräftige Informationen zur Anmietdauer, zur Mietwagenklasse und zum Erfordernis der Vorfinanzierung beziehungsweise dem Einsatz einer Kreditkarte.

Da es sich bei den Angeboten um dynamische Internet-Tarife handelte, die sich je nach Auslastung und Nachfrage kurzfristig ändern können, stellt sich zudem die Frage, ob die eingereichten Screenshot-Tarife zum damaligen Anmietzeitpunkt ebenfalls Gültigkeit besaßen.

In dem vorliegen Rechtsstreit ermittelt das Landgericht die Mietwagenkosten auf Basis der sogenannten Modustarife nach Schwacke, dies gilt auch für die Nebenkosten wie Vollkaskoversicherung, Anmietung außerhalb der Öffnungszeiten, Zustellung und Abholung, sofern diese Leistungen auch erbracht wurden.

Wirtschafts-Prognose – Weiter stabile Werte

Der März bringt bei den Frühindikatoren der Wirtschaftsentwicklung in Deutschland keine wesentlichen Änderungen. Nach seinem starken Anstieg im Februar ist der ifo-Geschäftsklimaindex im März minimal gesunken. Zwar ging die Geschäftserwartung der befragten Unternehmen leicht zurück, dafür fallen die Bewertungen der aktuellen Lage nach wie vor relativ positiv aus. Vor allem die gute Binnenkonjunktur hilft den Unternehmen derzeit. Im verarbeitenden Gewerbe gab der Geschäftsklimaindex leicht nach, im Großhandel deutlicher. Dafür blicken die Einzelhändler weniger pessimistisch in die Zukunft als noch im Februar, auch die aktuelle Geschäftslage bezeichnen die Einzelhändler als verbessert. Sehr zufrieden ist hingegen das Bauhauptgewerbe mit der momentanen Entwicklung. Der Geschäftsklimaindex ist in diesem Segment auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung gestiegen.

Die Verbraucherstimmung lässt im März keinen einheitlichen Trend erkennen. Leichten Zuwächsen bei der Konjunkturerwartung stehen geringfügig gesunkene Erwartungen an die Lohnentwicklung und die geplanten Anschaffungen gegenüber. Diese Indikatoren liegen jedoch weiterhin auf sehr hohem Niveau. Offensichtlich beurteilen die Deutschen die aktuelle Entwicklung in der Euro-Zone noch relativ gelassen. Allerdings wurde die aktuelle Befragung noch vor der Zuspitzung der Zypernkrise durchgeführt. Insbesondere der Plan, private Sparer an den Kosten der Bankenrettung zu beteiligen, wird sich erst bei der kommenden April-Umfrage auf die Verbraucherstimmung auswirken können. Dennoch rechnen die Marktbeobachter damit, dass die Konsumausgaben in 2013 um rund ein Prozent zulegen werden.

 

 

Rahmenbedingungen des deutschen Automobilmarktes

  2009 2010 2011 2012 20131
Verbraucherpreise 0,3% 1,1% 2,3% 2,0% 2,1%
Zinsen 0,9% -0,4% -0,9% -1,4% -1,5%
Arbeitslose (Mio.) 3.417 3.237 2.970 2.897 2.933
Arbeitslosenrate 8,1% 7,7% 7,0% 6,8% 6,9%
Pkw-Preise 0,1% -1,2% -1,8% -1,4% -0,9%
Kraftstoffpreise -11,3% 10,1% 8,6% 3,6% 0,0%
Modellpolitik2 18,1% 19,5% 13,0% 14,0% 17,0%

 

1) Prognose der IHS Global GmbH
2) Anteil neuer Modelle an den Neuzulassungen
Datenquelle: IHS Global GmbH, www.ihs.com

 

 

Marken-Entwicklung SchwackeBlickpunkt: Nissan

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Der zweitgrößte japanische Importeur ist modellseitig breit aufgestellt. Wie beliebt sind die Fahrzeuge von Nissan in Deutschland?

Kein anderer Hersteller aus Asien bietet in Deutschland eine so breite Palette an Pkw an wie Nissan. Insgesamt 13 Modellreihen hat Nissan Deutschland im Programm und besetzt damit nahezu jedes Segment. Vom Kleinstwagen bis zum großen Luxus-SUV, vom elektrisch betriebenen Nissan Leaf bis zum 485-PS-Sportwagen Nissan GT-R. Das große Angebot generiert aber nicht automatisch Absatz: von etlichen Modellen wurden im ersten Quartal nur zweistellige Stückzahlen verkauft, die SUV Murano, Pathfinder und X-Trail sind lediglich am unteren Ende der Zulassungsstatistik vertreten. Großer Ausreißer nach oben ist das Kompakt-SUV Nissan Qashqai, der mit weitem Abstand meistverkaufte Nissan in Deutschland.

Die Restwertentwicklung gestaltet sich bei Nissan-Modellen sehr unterschiedlich. Nur wenige Modelle durchbrechen die 50-Prozent-Marke, bis auf den Nissan Murano zeigt der Restwert-Trend nach unten. In der Prognose für die künftige Restwertentwicklung einzelner Nissan-Modelle sieht Schwacke lediglich den Sportwagen GT-R und das SUV X-Trail oberhalb der 50-Prozent-Marke für dreijährige Gebrauchte. Hingegen sind für den Kleinwagen Micra und den Minivan Note deutlich unterdurchschnittliche Notierungen zu erwarten.

05_Restwertprognose_Nissan

Bei den Standtagen hat Nissan insgesamt über den Trend zugelegt. Lediglich der bereits 2006 eingestellte Kompaktvan Tino und der Sportwagen GT-R konnten im Jahresvergleich ihre Standzeiten verringern. Besonders geduldig müssen Händler hingegen sein, wenn sie einen Nissan Cube in den Verkauf nehmen. Fast ein halbes Jahr dauert es, bis der ungewöhnlich gestylte Minivan einen neuen Besitzer findet.

06_Standtage_Nissan

 

 

 

Entwicklung der Standzeiten – Gebrauchte stehen länger

Nach einer Verschnaufpause im Februar steigen die Standzeiten im Handel aktuell wieder an.

Die schleppende Verkaufssituation schlägt sich auch in den Standzeiten nieder. Der Gebrauchtwagenhandel verzeichnete im März einen Standzeit-Anstieg um einen Tag gegenüber dem Februar. Der Abstand zum Vorjahresmonat bleibt indes gleich: elf Tage länger als im März 2012 dauerte es durchschnittlich, bis sich ein Gebrauchtwagen verkaufen ließ. Unveränderte Wartezeiten gibt es für Kleinstwagen, untere Mittelklasse, Sportwagen und die großen SUV, in allen anderen Segmenten stieg die Wartezeit um jeweils einen Tag an. Nach wie vor am schnellsten vom Händler-Hof: Kompakt-SUV. In diesem Segment dauert es durchschnittlich 91 Tage, bis sich ein Käufer findet. Im Vorjahreszeitraum ging dies zwar wesentlich schneller (75 Tage), jedoch hat auch das Handelsvolumen bei den mittelgroßen Offroadern sehr stark zugelegt: Die Anzahl der von Schwacke beobachteten Besitzumschreibungen stieg um fast 32 Prozent, so deutlich hat keine andere Klasse zugelegt. Den größten absoluten Zuwachs und die insgesamt höchste Zahl an Standtagen weist weiterhin die Oberklasse aus. 150 Tage dauert es inzwischen durchschnittlich, bis eine Luxuslimousine verkauft werden kann. Untersucht werden jeweils die Handelszeiten für Fahrzeuge mit einem Alter von bis zu sechs Jahren.

04_Standzeiten_03-2013

Restwert-Entwicklung – Leichte Erholung

Bei einigen Fahrzeugklassen hat der Trend der letzten Monate gedreht. Sie notieren wieder fester.

In der Schwacke-Restwertberechnung zeigt sich in einigen Segmenten eine Bewegung nach oben. Im Vergleich zum Vormonat sind die erzielbaren Erlöse angestiegen. Den wohl erstaunlichsten Preisanstieg verzeichnen Fahrzeuge der Oberklasse, deren Restwert-Index binnen eines Monats um 3,2 Prozent kletterte – verursacht allerdings auch durch neuere Modelle der Baureihen, die entsprechend der Datenvorgabe neu in die Berechnung mit einfließen. Bei den Kleinstwagen hat sich der Trend ebenso gedreht wie in der oberen Mittelklasse und bei den großen Vans. Wie in der Oberklasse ist bei den Großraumlimousinen aktuell der höchste Restwert der vergangenen 12 Monate erreicht. Die Geländewagen, einzige Fahrzeugklasse, die stabil im Plus notiert, nähert sich im Restwert ebenfalls dem Jahreshoch. Zulegen konnten auch die SUV und hier insbesondere die großen Luxus-Offroader, die allerdings nach wie vor das Segment mit dem höchsten Wertverlust gegenüber dem Referenzmonat stellen. Weiter an Wert verloren und neben den großen SUV das einzige weitere Segment mit einem zweistelligen Rückgang: die Kompaktklasse. Nicht nur bei den Verkaufszahlen, auch im Werterhalt wird die untere Mittelklasse derzeit kräftig durchgeschüttelt. Als Datenbasis wird für die Fahrzeuge ein Alter von 36 Monaten und 60.000 km Fahrleistung angesetzt.

Restwert-Entwicklung - Leichte Erholung

Gebrauchtwagenmarkt im März – Verkaufszahlen weiter rückläufig

Die Zurückhaltung bei den Neuwagen ist für den Gebrauchtwagenhandel ebenso ein Thema, die Käufer bleiben auch hier fern.

Im März schlägt die Käuferzurückhaltung weiter auf den Gebrauchtwagenmarkt durch. Die Besitzumschreibungen gingen nochmals stärker als im letzten Monat zurück. Im Vergleich zum Vorjahres-März liegen die Gebrauchtwagen-Verkäufe um 8,4 Prozent im Minus. Damit schließt auch das erste Quartal 2013 leicht verlustig (-2,0 Prozent). Mit 609.994 Besitzumschreibungen im März und insgesamt 1,69 Millionen im gesamten ersten Quartal kann der Handel kaum zufrieden sein, im März 2012 waren es noch fast 60.000 Fahrzeuge mehr. Im Vergleich mit dem März des Vorjahres ist auffällig, dass die Premium-Marken BMW und Mercedes deutlich an Handelsvolumen auf dem Gebrauchtmarkt verloren haben, während die Zahl der gehandelten Gebrauchtwagen aus dem eher preissensiblen Segment weniger stark nachließen beziehungsweise sogar zulegen konnten (zum Beispiel Skoda und Hyundai).

Seit dem vergangenen Jahr hat sich die Quote der weiblichen Käufer von Gebrauchtwagen nicht erhöht. Nach wie vor werden bei 33,7 Prozent der Besitzumschreibungen weibliche Halter als Nachbesitzer eingetragen. Den größten Rückgang in der Käufergunst verzeichnen gegenüber dem Vorjahresmonat Benzin-Fahrzeuge mit mehr als 1,4 Liter Hubraum. Im Gegensatz dazu konnten sich Fahrzeuge mit Dieselmotoren bis zu zwei Liter Hubraum auf dem Vorjahreswert halten, sind also beliebter geworden. Die rückläufigen Zahlen im Gebrauchtwagenhandel gehen alleine auf das Konto älterer Fahrzeuge: Benziner mit der 2011 eingeführten Abgasnorm Euro 5 konnten im Vergleich zum März 2012 um rund 10 Prozent zulegen. Besonders schwierig ist das Geschäft mit älteren Dieselfahrzeugen, hier nahm die Anzahl der gehandelten Euro-5-Fahrzeuge im Jahresvergleich sogar um 35 Prozent zu.

 

 02_Besitzumschreibungen_03-2013

Neuwagen-Zulassungen und Prognose

Krisenstimmung in Deutschland

Das erste Quartal 2013 bringt die Absatzkrise zurück nach Deutschland. Der Neufahrzeug-Markt stürzt ab.

Auch der dritte Monat war ein Verlustgeschäft für die deutschen Autohändler. Nach dem deutlichen Rückgang im Januar und Februar stürzte die Zahl der Neuzulassungen im März regelrecht ab. Um 17,1 Prozent ging der Neuwagen-Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Den Ernst der Lage unterstreicht dabei, dass Deutschland auch im europaweiten Vergleich das größte Minus aufzuweisen hat. Selbst in den von der Finanzkrise geschüttelten EU-Mitgliedsländern Spanien, Frankreich und Italien fiel der März-Rückgang geringer aus. Mit 673.957 neu zugelassenen Pkw schließt das erste Quartal in Deutschland mit einem Rückgang von 12,9 Prozent. EU-weit wurden rund drei Millionen Neuzulassungen gezählt, was einem Minus von rund 10 Prozent entspricht.

Betroffen sind nahezu alle Anbieter auf dem deutschen Markt. Besonders drastisch fällt der Quartals-Rückgang bei Alfa Romeo, Lancia und Lexus (jeweils ein Minus von rund 60 Prozent) aus. Doch auch die Volumenhersteller inklusive Marktführer Volkswagen verlieren im ersten Quartal zweistellig. Lediglich fünf Marken, darunter vier Nischenanbieter (Jaguar/Land Rover, Jeep und Smart) konnten ihre Absätze steigern, Volkswagen-Tochter Seat als Volumen-Anbieter sogar um 21,7 Prozent. Den stärksten Quartalsverlust verzeichnet die obere Mittelklasse mit einem Rückgang um 25 Prozent. Einziges verbliebenes Wachstums-Segment in Deutschland sind die Kleinstwagen, die im Vergleich zum Vorjahres-Quartal ein Plus von 7,5 Prozent erreichten. Doch auch hier scheint Gefahr im Verzug: im März drehten die Verkaufszahlen bei den Minis erstmals seit Monaten ins Minus.

01_Zulassungszahlen_03-2013 

 

IHS-Prognose: PKW-Neuzulassungen in Deutschland

Zeitraum Monats-
werte
Veränderung zum Vorjahr Monatswerte (kumuliert) Veränderung zum Vorjahr
Apr. 2013 297.409 8,5% 971.366 -7,3%
Mai 2013 303.801 4,8% 1.275.167 -4,7%
Jun. 2013 293.496 -1,1% 1.568.573 -4,0%
Jul. 2013 269.415 8,7% 1.837.988 -2,4%
Aug. 2013 222.312 -1,8% 2.060.300 -2,3%
Summe 2013     3.050.066 -1,1%

 Datenquelle: IHS Global GmbH, www.ihs.com

Schwacke eBook – Jetzt auch unter Windows

Nach der Portierung auf mobile Endgeräte ist Schwacke eBook nun auch unter dem Betriebssystem Windows verfügbar.

Schwacke eBook, die elektronische Form der Schwacke-Liste, ist nun auch unter Windows verfügbar. Im Spätsommer vergangenen Jahres wurde das Standard-Werk für die Gebrauchtwagen-Wertermittlung erstmals für moderne Tablet-Computer und Smartphones unter den Betriebssystemen Android und Apple iOS eingeführt. Mit der jetzt erfolgten Portierung auf Windows wird wie angekündigt der nächste Schritt vollzogen. Die Windows-Version von Schwacke eBook entspricht bereits zur Markteinführung im Funktionsumfang den jeweils aktuellsten Versionen für iOS und Android.

Schwacke eBook ist die elektronische Variante der berühmten Schwacke-Liste und kann damit über 20 Kilo bedrucktes Papier im Jahr ersetzen. Auf rund 46.000 Seiten jährlich informiert die Schwacke-Liste über rund 51.000 Fahrzeugmodelle mit mehr als 280.000 Notierungen.

Durch die Transformation der gedruckten Schwacke-Liste in die elektronische Fassung stehen dem Anwender entsprechend fortschrittliche Tools bei der Arbeit mit der elektronischen Schwacke-Liste zur Verfügung – etwa eine hoch komfortable Suchfunktion, die Möglichkeit, Notizen und Vermerke anzulegen oder mit Korrekturtabellen zu arbeiten. Schwacke eBook für Windows ist im Abonnement oder als aktuelle Einzelausgabe verfügbar.

 

Produkt Schwacke eBook

 

 

SchwackeListe Automietpreisspiegel als Schätzgrundlage geeignet

Bestimmung der erforderlichen Mietwagenwagenkosten auf Basis des Schwacke-Automietpreisspiegels, so das Landgericht Bonn in seiner Entscheidung 8 S 280/12 vom 26.02.2013.

Das Landgericht Bonn bestimmt die erforderlichen Mietwagenkosten in ständiger und gefestigter Rechtsprechung mittels des SchwackeListe Automietpreisspiegels.

Ausgangspunkt für die Berechnung der Mietwagenkosten ist der ortsübliche Normaltarif. Hierbei kann auf das gewichtete Mittel bzw. den Modus, der bei der Erhebung am häufigsten genannte Vermiettarif im entsprechenden Postleitzahlgebiet, des Schwacke-Automietpreisspiegels  zurückgegriffen werden.  

Es reicht nicht aus, den Preis des Frauenhofer Mietpreisspiegels oder andere Ergebnisse von gerichtlich bestellten Sachverständigen dem Preis der SchwackeListe gegenüber zu stellen, um diese zu erschüttern. Auch die von der Beklagten aus dem Internet recherchierten günstigen Anmietpreise  bei großen Vermietungsunternehmen rechtfertigen keine Zweifel an der SchwackeListe, da es sich hier um Screenshots handelt und diese Tarife nicht erkennen lassen, ob diese mit dem konkreten Fall vergleichbar sind.

Dem Vortragen der Beklagtenseite, dass diese günstigen Internettarife mittels Vorlage einer Kreditkarte oder Barkaution problemlos zugänglich seien, widerspricht das Landgericht, da der Geschädigte sein Kreditkartenlimit zur Abdeckung weiterer unvorhersehbarer Kosten bei einem Unfall offen halten will, zumal bei anderen regionalen Mietwagenunternehmen die Möglichkeit eingeräumt wird, ein Unfallersatzfahrzeug auch ohne den Einsatz einer Kreditkarte anzumieten.

Ebenso verstößt der Geschädigte nicht gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot, wenn er ein Fahrzeug zu einem höheren Unfallersatztarif als dem Normaltarif  anmietet, da aufgrund der Unfallsituation in der Regel ein höherer Mietwagenpreis anfällt. Im konkreten Fall schließt sich das Landgericht der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und des Oberlandesgerichts Köln an und gewährt einen pauschalen Aufschlag von 20 % auf den Normaltarif nach Schwacke.

Nebenkosten für das Abschließen einer Vollkaskoversicherung sind laut Gericht ohne weiteres ersatzfähig, auch wenn das Unfallfahrzeug nicht vollkaskoversichert war, da der Geschädigte während der Mietzeit einem erhöhten  wirtschaftlichen Risiko ausgesetzt ist.   

Gleiches gilt für Nebenkosten wie „Zustellung und Abholung“, „Zusatzfahrer“ und „Navigationssystem“, sofern diese Kosten nachweislich gerechtfertigt sind.

Wirtschafts-Prognose – Positive Vorzeichen

Im Februar haben sich die Frühindikatoren der Wirtschaftsentwicklung weiter moderat verbessert. Insbesondere der ifo-Geschäftsklima-Index kam stark voran. Er stieg im Februar um mehr als drei Punkte, was die größte Steigerung seit Juli 2010 bedeutet. In der Industrie kletterte das Stimmungsbarometer am stärksten, vorrangig im Hinblick auf künftige Geschäfte und die Export-Entwicklung. Deutlich nach vorn kam der Geschäftsklima-Index auch im Großhandel, wo sich die befragten Unternehmen sowohl hinsichtlich der aktuellen Geschäftssituation als auch angesichts der Zukunftsaussichten deutlich positiver äußerten als noch im Vormonat. Besonders stark gestiegen sind die Zukunftserwartungen im Baugewerbe, in dem die Februar-Beurteilungs-Werte den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreichten. Lediglich der Einzelhandel zeigt sich weiter skeptisch im Bezug auf das erwartete Geschäftsjahr, wobei die aktuelle Geschäftslage besser beurteilt wird als noch im Januar.

Die Verbraucher bleiben weiter positiv gestimmt. Zwar ging die Einkommenserwartung leicht zurück, doch Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung stiegen an. Der Aufwärtstrend des Konsumklimas bleibt deshalb erhalten. Im Jahresverlauf werden die wesentlichen Impulse für das Konsumklima von der Binnenkonjunktur und der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt abhängen, während die Finanzkrise im Euro-Raum derzeit keinen signifikanten Einfluss auf die Kauflaune der Bürger hat. Unter den derzeitigen Voraussetzungen bestehen gute Chancen, dass die Konsumenten-Ausgaben der privaten Haushalte gegenüber 2012 um rund ein Prozent zulegen werden und damit einen großen Beitrag zur konjunkturellen Entwicklung leisten.

 

 

Rahmenbedingungen des deutschen Automobilmarktes

  2009 2010 2011 20121 20131
Verbraucherpreise 0,3 % 1,1 % 2,3 % 2,0 % 2,1 %
Zinsen 0,9 % -0,4 % -0,9 % -1,4 % -1,3 %
Arbeitslose (Mio.) 3.417 3.237 2.970 2.897 2.917
Arbeitslosenrate 8,1 % 7,7 % 7,0 % 6,8 % 6,9 %
Pkw-Preise 0,1 % -1,2 % -1,8 % -1,4 % -0,9 %
Kraftstoffpreise -11,3 % 10,1 % 8,6 % 3,6 % 0,0 %
Modellpolitik2 18,1 % 19,5 % 13,0 % 14,0 % 17,0 %

 

1) BDW-Prognose
2) Anteil neuer Modelle an den Neuzulassungen

Datenquelle: BDW Automotive GmbH, http://www.bdw-automotive.de/

 

Marken-Entwicklung SchwackeBlickpunkt: Mitsubishi


Logo_Mitsubishi_170x125Mitsubishi befindet sich in Deutschland im Umbruch. Das wirkt sich auch auf den Gebrauchtfahrzeugmarkt aus. Wie beliebt sind die Fahrzeuge von Mitsubishi in Deutschland?

Im Neufahrzeughandel hat Mitsubishi Deutschland derzeit etwas zu kämpfen. Im Februar brachen die Zulassungszahlen um über 40 Prozent ein, stärker als bei allen anderen asiatischen Importeuren. Mitsubishi steht mit einem zum Teil überalterten Modellangebot im Markt, speziell der Geländewagen Pajero, der Lancer und der jetzt auslaufende Kleinstwagen Colt  haben Schwierigkeiten, im Wettbewerbsumfeld zu bestehen. Beim Marken-Image spielt auch der Ausstieg aus dem Motorsport eine Rolle, wo der Pajero (in der Marathon-Rallye-WM) und der Lancer (im Straßenrallye-Sport) lange Zeit für Furore sorgten. Das von Mitsubishi entwickelte Elektroauto i-MiEV bringt zwar Imagepunkte, aber nur geringe Stückzahlen. Gefragt sind in erster Linie die beiden SUV Outlander und vor allem der ASX, das derzeit mit Abstand meistverkaufte Mitsubishi-Modell.

Bezüglich der Restwerte lässt sich diese Einschätzung fortführen. Hier ermittelt Schwacke in der Restwertprognose in erster Linie für die Offroader des Hauses Werte jenseits von 50 Prozent für dreijährige Gebrauchte. Am stärksten wird nach Auffassung der Marktexperten der künftige Wertverlust des Colt ausfallen. Das Fahrzeug wird derzeit als Auslaufmodell mit starken Preisnachlässen vermarktet, der Nachfolger Space Star steht unmittelbar vor der Markteinführung.

 

05_Restwertprognose_Mitsubishi


Hinsichtlich der Standtage schlägt sich Mitsubishi hingegen gut. Insbesondere der ASX ist extrem gefragt und – trotz insgesamt gestiegener Standtage – binnen kürzester Frist wieder verkauft. Vergleichsweise schnell finden sich auch für die beiden letzten Pajero-Generationen und für den Outlander Käufer. Ungewöhnlich: die Pkw-Baureihen von Mitsubishi konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar Standtage abbauen.

06_Standtage_Mitsubishi